Filmische Impressionen aus dem Lehrgang Script Supervisor*in

Datum
19.04. – 31.05.2022
montags-freitags 10.00-17.45 Uhr
Ort
Studio 1
Oudenarder Str. 16, 13347 Berlin

Beschreibung

„Während der Dreharbeiten ist der „Script Supervisor“ dem Regisseur näher als der 1st AD. Neben dem Kameramann ist der „Script Supervisor“ am Set für die Regie die wichtigste Bezugsperson.“ Chris Petit, Regisseur („Radio On“) und Schriftsteller 

Die Tätigkeit von „Script Supervisor*innen“ ist komplex. Am Set umfasst sie die Überwachung:

  • aller „Anschlüsse“ (Bewegungen der Schauspieler*innen, Dialoge, Kostüm, Make-up, Ausstattung, Requisiten, Wetter u.v.m.)
  • der gedrehten Einstellungen
  • bestimmter Kameradaten
  • der Kameraachsen
  • der Schnittzeit für den späteren Film im Vergleich zur vorher geschätzten Schnittzeit („Vorstopp“)

Darüber hinaus legen „Script Supervisor*innen“ die Einstellungsnummern fest und  kommunizieren häufig mit dem Schneideraum und der Produktion sowie am Set mit den Schauspieler*innen und den Abteilungen Regie und Kamera.

Der Lehrgang orientiert sich an dem professionellen Berufsbild „Script Supervisor*in“ des Bundesverbandes Regie in Deutschland. Miteinbezogen ist die international gängige Arbeitsweise, die sich vom rein deutschen System unterscheidet. Den Teilnehmer*innen werden auch die englischen Fachbegriffe näher gebracht, ohne die eine Arbeit im Ausland schwer möglich ist.

Inhalte

Der Lehrgang vermittelt die notwenigen fachlichen Kenntnisse, um als „Script Supervisor*in“ im Anschluss arbeiten und für die Regie eine beratende Funktion einnehmen zu können. Dazu gehören: Kenntnisse von Dramaturgie, Dialogführung, Zeitabläufen innerhalb des Drehbuchs, der Logik innerhalb der Geschichte, von Kameratechnik und Produktionsabläufen. Darüber hinaus benötigt der „Script Supervisor“ ein gutes Einfühlungsvermögen gegenüber Regie und Schauspieler*innen sowie eine positive und aufmerksame Haltung zu allen Teammitgliedern.

Im Einzelnen werden folgende Aspekte behandelt:

  • Berichte und Listen (Tagesberichte, Cutterberichte, Stopplisten, Drehbuchauszüge, Produktionsunterlagen)
  • Produktionsabläufe am Set (Proben, Stoppzeiten, Einstellungs-Nummern, Anschlüsse u.a.)
  • Produktionsstrukturen und Berufsbilder im Team
  • Kommunikation und Konfliktlösungen im Team
  • Technik (Kamera, Ton, Primärton, Klappen, Computerarbeit, Apps)
  • Papierloses Arbeiten mit Lockit
  • Zusammenarbeit mit Regie, Regie, Kamera, Editor, Dramaturgie, Produzent*in/Produktionsleiter*in
  • Umgang bei Proben und Dreh mit Schauspieler*innen
  • Bewerbungen, Jobsuche, Verträge, Gagen-Verhandlungen

Praxisprojekt: Schreiben, Drehen, Schneiden. Die Teilnehmer*innen drehen und schneiden kurze Filmsequenzen.

Zusätzlich wird es eine Kooperation mit dem parallel laufenden Camera-Acting Kurs geben, bei deren Dreharbeiten die angehenden Scriptsupervisor*innen je einen Drehtag zur Übung mitmachen werden.

Der Lehrgang ist eine Vollzeit-Weiterbildung und umfasst insgesamt 270 Unterrichtseinheiten.

Lehrende

Lehrgangsleitung

Simone Winkler
arbeitete erst im Nachrichtenbereich für den Sender ZDF und ntv in New York und produzierte hierfür Beiträge. Es folgten jahrelange Erfahrungen als Script Supervisorin im In- und Ausland. Sie wirkte an über 35 Kino-, TV-Filmen und Serien mit. Zum Beispiel „Keinohrhasen“, Regie: Til Schweiger; „Lila Lila,“, Regie: Alain Gsponer; „What a man“, Regie: Matthias Schweighöfer; „Gut gegen Nordwind“, Regie Vanessa Jopp. Parallel dazu drehte und produzierte sie vier Dokumentarfilme als Regisseurin sowie mehrere Image Filme. Sie ist Mitglied im Bundesverband Regie (BVR).

 

Dozententeam

  • Walter Bednarik – 1. Regieassistent bei Film und TV, mit internationaler Erfahrung
  • Annette Friedmann – Regisseurin, Dramaturgin/Drehbuchautorin und -beraterin; zuletzt 2019 Drehbuch und Regie bei dem Film „Der Weg nach Padulim“
  • Vanessa Jopp – Regisseurin „Vergiss Amerika“, „Gut gegen Nordwind“, „Tatort – Amor Fou“
  • Joachim Jung – Director of photography u.a für „Gate to heaven“ von Veit Helmer sowie für etliche Spiel- und Dokumentarfilme
  • Matthias Lier – Schauspieler u.a. bekannt aus dem Kinofilm „Lou Andreas-Salomé“, „Antons Fest“, sowie aus verschiedenen „Tatorten“
  • Gabriele Mattner – Script Supervisorin national und international für zahlreiche Kino- und Spielfilme
  • Marcella Rafael – Herstellungsleiterin für TV, Werbung, Serien
  • Rayk Schroeder – VFX- und Compositing-Supervisor
  • Claudia Trost – Editorin, Lockit Expertin, Script Supervisorin für zahlreiche Kino- und Spielfilme
  • Silke Volkmann – Stimm- und Präsenztrainerin

Änderungen vorbehalten

Finanzierung

Kosten
Für Teilnehmer*innen mit Bildungsgutschein wird die Teilnahmegebühr von der Arbeitsagentur/Jobcenter vollständig übernommen.

Das Teilnehmerentgelt für Selbstzahler beträgt 2.516,40 EURO, Ratenzahlung ist nach Vereinbarung möglich.

Förderung

Arbeitsagenturen/Jobcenter
Es handelt sich um eine geförderte Weiterbildungsmaßnahme. Sind Sie arbeitslos gemeldet, so besteht die Möglichkeit einer vollständigen Kostenübernahme durch Ihre zuständige Agentur für Arbeit/Jobcenter.

Die Maßnahmenummer lautet: 962/192/2021.

Sonderkonditionen für Partner des iSFF
Für Mitglieder/Mitarbeiter*innen unserer Partner gilt bei Vorlage eines gültigen Nachweises eine Ermäßigung des Entgeltes in Höhe von 20%.

Weitere Informationen und Beratung erhalten Sie beim iSFF telefonisch unter 030-9018 374-43.

Teilnahmevoraussetzungen

Der Lehrgang richtet sich an Interessent*innen, die sich für die Ausübung des Berufes „Script Continuity / Script Supervisor“ qualifizieren wollen. Praktische Set-Erfahrungen auch z.B. durch Praktika sind von Vorteil, aber keine Bedingung für die Teilnahme.

Bewerbungsunterlagen
Zusendung der vollständigen Vita (beruflicher Werdegang in tabellarischer Form) mit Angabe des Lehrgangstitels

Aufnahmeverfahren
Die Aufnahme erfolgt nach Prüfung der schriftlichen Bewerbung und einem ausführlichen Beratungsgespräch.

Lehrgangsabschluss
Trägerinternes Zertifikat

    Hier können Sie Ihre Vita und Zeugnisse hochladen:
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